- Teil 1: Weil die Welt ein Labyrinth war, wurden Aufsichtsplattformen errichtet. Weil ein Aufsichtsposten zu Missbrauch einlud, wurden die Aufseher demokratisch gewählt und kontrolliert.
- Teil 2: Die Funktionsfähigkeit einer Demokratie hängt mehr von der Stärke und Aufmerksamkeit ihrer Bürger als von den verfassungsrechtlichen Institutionen ab.
- Teil 3: Langfristig kann jedes Institutionengeflecht von den Amtsträgern mit Leichtigkeit untergraben werden, wenn es dabei nicht auf den Widerstand und das Engagement der Bürger trifft.
- Teil 4: Doch die eigentliche Macht hat immer das Volk.
- Teil 5: Daher haben einzig und allein wir selbst es in der Hand.
- Teil 6: Irgendwann werden die Bürger so groß, dass sie über die Mauern des Labyrinths hinweg sehen können und nicht länger auf die Aufseher angewiesen sind.
- Teil 7: Die Parteien und Institutionen verweigern sich dieser Entwicklung. Doch hat das Volk die neue Situation erst einmal kulturell verinnerlicht, kann es sich von seinen Aufsehern emanzipieren und unabhängig werden.
- Teil 8: Demokratie muss gelernt werden. Unter neuen Rahmenbedingungen muss man sie neu erlernen.